Leitwolf

Wie wichtig ist Konsequenz für deinen Erfolg?

By 27. November 2017 No Comments

Um erfolgreich zu führen, musst du als Leitwolf konsequent sein. Du musst folgerichtig handeln. Sehr treffend finde ich dabei diesen englischen Ausdruck für konsequentes Handeln: „You walk the talk.“ Wie wichtig Konsequenz für Erfolg ist, fällt mir immer wieder auf, wenn ich an Menschen denke, die ich für nachhaltig erfolgreich halte. Menschen, die nicht nur gelegentlich mal einen Glückstreffer landen, sondern auch langfristig Erfolg haben. Das Geheimnis dieser Menschen ist in den meisten Fällen nichts als Konsequenz. Aber was bedeutet Konsequenz im Berufsleben? Ich denke bei „Konsequenz“ unter Anderem an Entschlossenheit, Gradlinigkeit, Hartnäckigkeit, Zielstrebigkeit, Zuverlässigkeit und Charakterstärke. Außerdem steht Konsequenz für die positiven oder negativen Auswirkungen einer Handlung, die man will bzw. akzeptieren muss, um folgerichtig und konsequent zu handeln. Aber wie handelst du konsequent? Wie sorgst du als Leitwölfin oder Leitwolf dafür, dass du deinen Mitarbeitern und Kollegen ein gutes Vorbild bist, auch wenn Konsequenz mal schwer ist, anstrengt oder wehtut? Ich sehe 4 Dinge, die du als Leitwolf konkret tun kannst, um Konsequenz zu leben.

1 – Erkenne, was richtig ist

„Konsequenz bedeutet, dass man der Wahrheit folgt, sowie man sie erkennt.“, sagte Mahatma Gandhi einmal sehr treffend. Was bedeutet das für dich? Kenne die wahren Bedürfnisse deiner Kunden. Kenne dein Geschäft. Und kenne die Bedürfnisse deiner Mitarbeiter. Weißt du, was deine Kunden sich wirklich von deinem Unternehmen wünschen? Weißt du, warum manche Menschen schon oft erwogen haben, deine Marke erstmals zu kaufen, es aber noch nicht getan haben? Weißt du, was die wahren Treiber deines Geschäftes sind, warum Kunden sich für oder gegen deine Marke entscheiden? Verstehst du, was deine Mitarbeiter brauchen, um motiviert Höchstleistungen zu bringen, wann du wegbleiben und wann du da sein solltest? Es ist wichtig, dass du diese Fragen gut beantworten kannst. Sie helfen dir, zu erkennen, was richtig ist.

Ein persönliches Beispiel:

Als ich ein kleiner Junge war, habe ich mit einigen Freunden einer Nachbarin einen bösen Streich gespielt. Diese Nachbarin hatte uns die Polizei auf den Hals gehetzt, weil wir – verbotenerweise – auf dem Rasen Fußball gespielt hatten. Darum wollten wir uns rächen. Als meine Eltern von dem Streich erfuhren, leugnete ich, beteiligt gewesen zu sein. Erst am nächsten Tag gab ich den Streich zu. Natürlich rechnete ich mit einer drastischen Strafe. Aber meine Eltern forderten mich nur ruhig auf, die Verantwortung für meinen Fehler zu übernehmen. Ich sollte mich bei der Nachbarin entschuldigen und den Schaden beheben. An diesem Tag habe ich zwei wichtige Lektionen gelernt: Ich durfte Fehler machen, ohne gleich drastisch bestraft zu werden, aber ich musste die Verantwortung für die Konsequenzen meines Verhaltens tragen. Meine Eltern verhielten sich sehr konsequent.

2 – Entscheide, was richtig ist

Ein Weg, sich selbst und Andere zum Erfolg zu führen ist, eigene Entscheidungen an zwei grundsätzlichen Fragen zu orientieren:

  1. Was ist richtig für unsere Kunden?
  2. Was ist richtig für unsere Firma?

Bei der Entscheidung, was richtig ist, geht es darum, alles Sinnvolle zu tun, um die richtige Entscheidung zu erkennen und sie dann auch wirklich zu treffen. Triff immer eine Entscheidung. Sage nicht „Vielleicht“. Sage „Ja“ oder „Nein“, oder mache deutlich, was du brauchst, um eine Entscheidung treffen zu können. Dann entsteht Klarheit. Und auch wenn wir im Vorhinein immer die beste Entscheidung treffen wollen, geht es dabei nicht um Perfektion. Perfektion im Sinne von absoluter Fehlerfreiheit ist unerreichbar und verhindert Geschwindigkeit. Es geht darum, die beste Option zu erkennen und in diesem Sinne die beste Entscheidung zu treffen. Du musst als Leitwolf das Richtige tun und manchmal auch unbequeme Wahrheiten aussprechen, gerade bei Personalentscheidungen. Das kostet dich natürlich manchmal Sympathiepunkte. Aber das musst du aushalten. Manchmal können uns Faktoren wie Stress, Angst oder Bequemlichkeit auch dabei behindern, das Richtige zu tun. Dann zögern wir oder treffen falsche Entscheidungen. Wenn du das an dir selbst bemerkst, dann halte inne, nimm dir etwas Zeit und frage dich: Was ist richtig für unsere Kunden, für unsere Firma und für unsere Mitarbeiter? Und zwar bei Geschäfts- und bei Personalentscheidungen.

Ein persönliches Beispiel:

Ich hatte einmal einen sehr guten Direktor in meinem Team, der in Marketing- und Vertriebsfragen fachlich super war. Er hatte Erfahrung, stellte gute Fragen und war sehr beliebt bei unseren Länderteams, weil er ihnen geholfen hat, ihre Kunden und ihr Geschäft noch tiefer zu verstehen. Er hatte allerdings Schwierigkeiten mit dem Treffen klarer Entscheidungen. Es fiel ihm leicht, Andere zu beraten. Aber es fiel ihm schwer, selbst zu entscheiden. Eines Tages fragte er mich im Rahmen eines Entwicklungsgesprächs nach meiner Einschätzung seiner Chancen, einmal Geschäftsführer in unserem Unternehmen zu werden. Seine Frage „Wie werde ich hier Geschäftsführer?“ war dabei meines Erachtens die falsche Frage. Die viel wichtigere Frage war „Warum willst du das?“ Ich fragte ihn also im Verlaufe unseres Gesprächs: „Du hast herausragende Stärken in fachlichen Fragen. Aber du hast mir selbst gesagt, du empfindest dich nicht so stark im Treffen von Entscheidungen. Warum willst du dann Geschäftsführer werden, wenn du nicht gerne entscheidest?“ Im darauffolgenden Gespräch bemühte ich mich, verbindend und empathisch im Ton, aber klar in der Sache zu sein. Zum Schluss sagte ich ihm, dass ich ihn nach all meinen Eindrücken nicht als Geschäftsführer sehe, sondern dass er in einer eher fachlich beratenden Rolle – auch in noch größeren Rollen als der aktuellen – sehr viel besser aufgehoben ist.  Diese Konsequenz hat ihm zwar emotional nicht gefallen, aber er hat sie sachlich akzeptiert. Und ich bin sicher, sie hat ihn erfolgreicher und glücklicher gemacht.

3 – Tue, was richtig ist

Als erfolgreicher Leitwolf entscheidest du, was richtig ist und sorgst dafür, dass es geschieht. Deine Leute erwarten dabei nicht, dass immer genau das geschieht, was sie für richtig halten. Aber sie erwarten Sinn. Sie erwarten, dass du ihre Argumente hörst und in die Entscheidungsfindung miteinbeziehst. Wenn du dann anders entscheidest, als sie es erwarten, solltest du deshalb auch deine Entscheidung begründen können. Als Leitwolf frage viel, höre viel mehr zu, als selbst zu reden, und vermittle deinen Mitarbeitern den Sinn deiner Entscheidung. Dann folgen sie dir gerne.

Wenn du konsequent das Richtige tust, wirst du erfolgreich sein. Du wirst gelegentlich Gegenwind bekommen, weil jemand die Dinge anders sieht als du. Bleibe bei dem, was du als richtig ansiehst, und erkläre, warum du es für richtig hältst. Dabei geht es nicht um laut oder leise, um Weichheit oder Härte, sondern um Konsequenz. Härte ist nicht gleich Stärke. Weichheit ist nicht gleich Schwäche. Egal, ob deine Art eher als „hart“ oder als „weich“ wahrgenommen wird, entscheidend ist, dass du konsequent das Richtige tust.

4 – Lerne

Nimm dir immer mal wieder Zeit zu reflektieren. Frage dich, was du in letzter Zeit richtiggemacht hast und wo du konsequent richtig gehandelt hast. Wie hast du dich selbst dazu gebracht, das zu tun? Wie kannst du das noch öfter tun? Und frage dich auch, wo du Fehler gemacht hast. Wo hast du nicht konsequent gehandelt und warum war das so? Was kannst du beim nächsten Mal anders machen und was willst du wieder genauso machen? Lerne aus all diesen Erfahrungen, wie du noch mehr Dinge konsequent richtigmachst.

Hier noch einmal meine 4 Tipps für dich als Leitwolf zum konsequenten Führen:


1. Erkenne, was richtig ist

2. Entscheide, was richtig ist

3. Tue, was richtig ist

4. Lerne

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Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit,

dein Stefan Homeister

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